Herz-Scan: so schnell wie ein Herzschlag

Artikel vom 11-2016

In der radiologischen Gemeinschaftspraxis, am St. Elisabeth Krankenhaus Wittlich, setzt ein neuer hochmoderner Dual Source Computertomograph (CT) ab sofort neue Maßstäbe.

Dr. G. Reinheimer, Dr. P. Simon, Dr. A. Stölben und Dr. D. Lommel (von li.) mit dem neuen hochmodernen Computertomograph (CT).


Der neue Computertomograph ist ein Dual Source Computertomographiesystem (DSCT) der mittlerweile dritten Generation. In der Region ist er in dieser Ausführung einzigartig und eine besondere Bereicherung für die radiologische Gemeinschaftspraxis. Der CT-Scanner verfügt über zwei Röntgenstrahler und zwei Detektoren, die klinische Aufnahmen in noch nie dagewesener Geschwindigkeit ermöglichen. Selbst von rasch oder unregelmäßig schlagenden Herzen fertigt der “SOMATOM Definition Flash“ Bilder in höchster Qualität und Detailgenauigkeit – und dies mit einer deutlich reduzierten Strahlendosis im Vergleich zu herkömmlichen Systemen. Gleichzeitig werden alle Anforderungen an ein vielseitig einsetzbares Gerät für die Akutversorgung erfüllt. Aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit und Detailgenauigkeit erlaubt der neue CT sicherere und schnellere Diagnosen unabhängig von Größe, Statur und gesundheitlichem Zustand des Patienten. Thorax und Abdomen können in weniger als zwei Sekunden untersucht werden, das Herz in einem einzigen Herzschlag. Betablocker zur Senkung der Herzfrequenz sind am DSCT bei Untersuchungen des Herzens in der Regel nicht mehr nötig. Die Darstellung der Herzkranzgefäße können, soweit indiziert, mit einem Bruchteil der Dosis einer Herzkatheteruntersuchung durchgeführt werden. Mit den zwei Röntgenröhren können gleichzeitig Scans mit unterschiedlichen Energiestufen durchgeführt werden. Damit ergeben sich völlig neuartige Anwendungsmöglichkeiten. Zu diesen gehören die Bestimmung der Durchblutung von Tumoren, verbunden mit einer Aussage über Dignität oder Therapieansprechen. Ebenso können Blutgefäße überlagerungsfrei dargestellt werden oder –dank der neuen Technologie– die Durchblutung der Lunge, trotz Atembewegung, präzise durchgeführt werden. Des Weiteren ist es möglich, verschiedene Nierensteine zu unterscheiden oder Gicht-Knoten spezifisch zu erkennen und im Verlauf zu beurteilen. Außerdem kann man metallische Implantate und Prothesen und deren Verankerung im Knochen optimal darstellen ohne artifizielle Streifen im Bild, wie sie bei herkömmlichen CT-Untersuchungen auftreten. Das Gerät ist mit einem besonderen Untersuchungstisch ausgestattet, welcher eine Gewichtsbelastung bis 300 kg zulässt und besonders gute Bedingungen für die Untersuchung schwerverletzter Patienten bietet. 

CT-Angiographie mit Darstellung einer hochgradigen Stenose der linken Koronararterie (volume rendering Darstellung)
CT-Angiographie eines Renalzellcarcinom der linken Niere
Perfusionsbildgebung von Hirnmetastasen bei einem Renalzellcarcinom