Modernste Versorgung für Aneurysmapatienten

Die enge Zusammenarbeit der interventionellen Radiologen und Gefäßchirurgen hilft Patienten mit Brustaortenaneurysma.


Artikel vom 20.12.2012

Gefäßchirurgie am Wittlicher St. Elisabeth Krankenhaus

Die sogenannten thorakalen Aortenaneurysmen sind Gefäßerweiterungen im Bereich der Hauptschlagader im Brustkorb. Sie machen etwa 10% aller Aneurysmen aus und sind ab einem Durchmesser von 6 cm mit dem erheblichen Risiko einer lebensbedrohlichen Blutung (Ruptur) verbunden. Wie Dr. Hans-Joachim Lutz, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Wittlicher St. Elisabeth Krankenhaus bestätigte, bleiben den Patienten mit Gefäßaussackungen an einer Schlagader immer häufiger die großen belastenden Operationsmethoden erspart. Wurden früher bei der Versorgung eines thorakalen Aneurysmas sowohl die Brust- als auch die Bauchhöhle operativ geöffnet, kamen damit alle Risiken einer großen Operation auf die Betroffenen zu.

In Kooperation mit der Wittlicher Radiologie um Dr. Dirk Lommel hat er das neue Verfahren im Bereich der Brustraumarterie nun bereits zum dritten Mal erfolgreich angewandt. Die für Patienten schonende Stentmethode findet bereits seit längerer Zeit ihren Einsatz bei Aussackungen der Bauchaorta sowie bei Verengungen der peripheren Arterien in Armen und Beinen. Die Abteilung für operative und endovaskuläre Gefäßchirurgie am Verbundkrankenhaus behandelt jährlich rund 3.600 Patienten stationär und gehört zu den drei großen chirurgischen Fachabteilungen der Klinik.

Lutz betont: "Durch die enormen technischen Fortschritte in der Bildgebung und der Gefäßchirurgie ist es nun möglich, auch im Brustraum im Rahmen eines kleineren Kathetereingriffs einen Stent in die betroffene Gefäßpartie einzubringen. Damit sinkt das Mortalitätsrisiko für diese Patienten von früheren 20% auf nur noch 3%."